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Rahmengesundheitsziele für Österreich

Das Bundesministerium für Gesundheit hat zwischen Oktober 2011 und Februar 2012 in mehreren Plenumssitzungen politische Institutionen und Stake Holder aus ganz Österreich eingeladen, um 10 umfassende Gesundheitsziele für Österreich zu erarbeiten. Die „Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit“ ist in diesen Prozess mit eingebunden.
 
Es wurde gleich in der ersten Grundsatzdiskussion beschlossen, keine eigenen Ziele für spezifische Zielgruppen zu formulieren (etwa für Menschen mit Behinderung, MigrantInnen, Frauen, etc.) sondern die Texte so zu gestalten, dass sie für alle Menschen gleichermaßen gültig sein können.

Als einzig sinnvolle Ausnahme hiervon wurde - unseren Argumenten folgend - nach ausführlicher Diskussion sehr einhellig die Kinder- und Jugendgesundheit gesehen, weil die spezifischen Erfordernisse der Entwicklung, der Eltern- und Umfeldabhängigkeit und die zukünftige gesellschaftliche Bedeutung als besondere Aspekte anerkannt wurden.

 

Ich halte dies für ein enorm wichtiges und starkes Zeichen einer zunehmenden Bewusstseinsbildung in Bevölkerung und Politik, den Wert der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise anzuerkennen.

 

Ziel 6 "Gesundes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gestalten und unterstützen" ist zum aktuellen Zeitpunkt nach Berücksichtigung der Ergänzungen aus dem Rückkopplungsprozess wie folgt formuliert:

 

Gesundes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gestalten und unterstützen
Kinder und Jugendliche verdienen besondere Beachtung, da in der frühen Lebensphase die Grundlage für eine gesunde Lebensweise und lebenslange Gesundheit gelegt wird.
Ungleichheiten in den Gesundheitschancen in der frühen Kindheit können sich in Ungleichheiten im Erwachsenenalter fortsetzen, auch den Gesundheitszustand betreffend.
Optimale Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche haben daher einen langfristigen Nutzen für die Betroffenen wie auch für die Gesellschaft. Bereits in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren der Kinder ist es wichtig, Eltern und Erziehungsberechtigte dabei zu unterstützen, ihre Kinder gut zu versorgen und eine sichere und positive Bindung zu ihnen aufzubauen, weil dies einen bedeutenden Schutzfaktor für Gesundheit darstellt.
Daher soll neben alltagspraktischer Unterstützung die Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Eltern auch in Hinblick auf ihre Vorbildwirkung und Verantwortung gefördert werden. Die geschlechtsspezifische Förderung von Bildung und Lebenskompetenzen im Kindesalter ist ein wichtiger Beitrag für eine gesunde Lebensgestaltung.
Darüber hinaus ist eine umfassende und für alle zugängliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit bedarfsgerechten Gesundheitsleistungen sicherzustellen.

 
Die so erarbeiteten Rahmen-Gesundheitsziele sollen via Bundesgesundheitskonferenz im Juni d.J. der Bundesgesundheitskommission zur Beschlussfassung vorgelegt werden und in weiterer Folge (ab Herbst 2012) als Grundlage für die Erarbeitung von operationalisierten und messbaren Zielen und Maßnahmen dienen.

 

Auch in dieser Phase werden wir uns wieder - mit Ihrer Unterstützung - aktiv an der Gestaltung der Inhalte beteiligen.


Informationen über die Rahmengesundheitsziele in Österreich finden Sie hier.