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aktuelle HBSC Studie 2016: Etwas besser ist noch lange nicht gut genug!

Am 15. März 2016 präsentierte die WHO in Brüssel die internationale Auswertung der aktuellen HBSC Studie (Health Behaviour in School-aged Children Study). Die Studie lässt eine grundsätzlich positive Tendenz im Bezug auf die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Schülerinnen und Schüler in ganz Europa, so auch in Österreich erkennen. Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) zeigt sich über diesen Trend grundsätzlich erfreut, weist aber einmal mehr auf die Diskrepanz zwischen dem Ranking Österreichs als eines der reichsten Länder Europas einerseits und einem der hinteren Plätze bei der Kinder- und Jugendgesundheit andererseits hin. „Ein bisschen besser ist nicht gut genug! Bei der Kinder- und Jugendgesundheit hat Österreich im EU-Vergleich noch immer Nachholbedarf. Um Österreich auch in diesem Bereich auf einen der vorderen Plätze zu bringen, braucht es unbedingt eine ressortübergreifende Health and Youth in all Policy, wie wir sie schon lange fordern“, lautet der Appell von Kinderliga-Präsident Prim. Dr. Klaus Vavrik. „Aber wie es scheint, fühlt sich derzeit nicht einmal das Gesundheitsministerium zuständig für die Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich. Wie ist es sonst zu erklären, dass die 2011 veröffentlichte Kindergesundheitsstrategie in vielen Bereichen bis dato nicht umgesetzt wird?“ so Vavrik

 

Neben der ressortübergreifenden Kinder- und Jugendgesundheitspolitik fordert die Kinderliga auch solide und aussagekräftige Daten zur Erfassung des Gesundheitsstatus von Kindern und Jugendlichen in Österreich. „Es ist uns unverständlich, dass Daten wie etwa jene aus den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen oder aus den schulärztlichen Untersuchungen nicht flächendeckend erfasst und verwertet werden. Die Auswertung dieser spezifischen Daten wäre dringend notwendig, denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, erklärt Vavrik. So fehlen laut Kinderliga unter anderem exakte Zahlen dafür, wie viele Kinder und Jugendliche an chronischen Erkrankungen leiden.

 

Auch wenn die internationale Auswertung der HBSC-Studie eine leichte positive Tendenz für Österreichs Schülerinnen und Schüler zeigt, fordert die Kinderliga einmal mehr höhere Ausgaben für gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. Es rechnet sich auch volkswirtschaftlich gesehen, frühzeitig Gesundheit zu erhalten und zu stärken anstatt später chronische Krankheit teuer zu behandeln. „An Kindern und Jugendlichen zu sparen ist eindeutig der falsche Weg“, ist Kinderliga-Präsident Vavrik überzeugt.