Kinderliga: Bildung ist wichtiger Faktor für gesunde Entwicklung

Kinderliga: Bildung ist wichtiger Faktor für gesunde Entwicklung

Kinderliga: Bildung ist wichtiger Faktor für gesunde Entwicklung

Weltkindertag: Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit für pädagogische "Klimaerwärmung" im Bildungssystem.

Wien (OTS) - Den Welttag des Kindes am 20. September nimmt die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) zum Anlass, um auf den unmittelbaren Zusammenhang von Bildung und Gesundheit aufmerksam zu machen. Beides sind zentrale Säulen für die Zukunft unserer Kinder. Sie stehen in enger Wechselwirkung und bedingen einander. Im Bildungsprozess liegen auch große Chancen, die Gesundheit unserer Kinder positiv zu beeinflussen. Derzeit ist es um das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Beteiligten im Lehr- und Lernprozess aber ganz offensichtlich nicht besonders gut bestellt, wie folgende Fakten zeigen:

  • 1/3 der LehrerInnen leiden mehrmals wöchentlich an Müdigkeit und Erschöpfung.
  • 40% der 15-jährigen SchülerInnen geben an, wöchentlich oder öfter Beschwerden wie Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen, Schwindel oder Nervosität zu haben.
  • Die Rate der jugendlichen RaucherInnen hingegen ist linear dort am niedrigsten, wo das Verhältnis zu den Lehrkräften am besten ist.
  • Leben in gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen und wie entsprechende Bildungsmöglichkeiten genutzt werden, bleibt weiterhin stark vom sozialen Status abhängig.

Die Gehirnforschung der letzten Jahre bringt wichtige Erkenntnisse für die Pädagogik der Zukunft: Menschen lernen dann am besten, wenn sie sich angenommen fühlen und Anerkennung erfahren. "Bildung ist mehr als die bloße Ansammlung und Weitergabe von Wissen und wird ganz wesentlich durch die im Bildungssystem gelebten Beziehungen geprägt und gelenkt. Persönlichkeitsentwicklung muss daher auch ein tragender Teil der Ausbildung von PädagogInnen der Zukunft sein", lautet der Appell von Prim. Dr. Klaus Vavrik, Präsident der Kinderliga. Es zählen nicht so sehr die jeweilige Schulform oder die Lehrpläne, sondern die Menschen, welche sie vermitteln und die Art und Weise, wie sie es tun. "Eine substantielle Veränderung im Bildungssystem - nicht bloß die x-te Schulreform - ist daher nur über eine grundlegende Veränderung der Beziehungen in der Bildungslandschaft zu erwarten", ist Vavrik überzeugt. Es braucht ein angstfreies, unterstützendes und wertschätzendes Begegnen, eine Bildungskultur des Miteinanders und Füreinanders. So kann das Bildungswesen auch ein Ort für gesundes Aufwachsen und Potentialentfaltung werden.

Voraussetzung dafür ist ein neuer globaler Zukunfts- und Bildungsentwurf, eine neue "Bildungsatmosphäre". "Ein solcher Entwurf stellt die Lebens- und Beziehungsqualität in den Mittelpunkt, auch in Belangen der Bildung. Lebensqualität wird dort möglich, wo gesellschaftliche, soziale und individuelle Ressourcen gleichermaßen genützt werden", so Gerald Koller, Experte für Gesundheitsförderung in Bildungsprozessen. Diese umfassende Förderung steht unter dem Begriff "Beziehungsbildung". Lernen durch Beziehungen ermöglicht es, Erfahrung von Selbstwirksamkeit, die Wirkung politischen Mitgestaltens sowie des Eingebunden Seins in soziale Netze zu erleben. Dem Thema "Beziehungsbildung" widmet die Kinderliga ihre 2. Jahrestagung:

"beziehung:bildung - Auf dem Weg zu einer pädagogischen Klimaerwärmung"

2. Jahrestagung der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) in Kooperation mit dem Forum Lebensqualität

2.-4. Oktober 2014, Europahaus Wien, Linzerstrasse 429, 1140 Wien

Unter dem Titel "beziehung:bildung – Auf dem Weg zu einer pädagogischen Klimaerwärmung" veranstaltet die Kinderliga in Kooperation mit dem Forum Lebensqualität ihre 2. Jahrestagung. Die Tagung spannt einen großen Themenbogen von Bildung zu Gesundheit. Im Fokus der Vorträge, Dialogrunden und Co-Creation-Settings steht die "Beziehungsbildung". Aus unterschiedlichen Perspektiven wird der Frage nachgegangen, wie eine zukunftsorientierte gesundheitsfördernde Bildungskultur beschaffen sein könnte, die das Wohlergehen aller Beteiligten im Blick hat.

ReferentInnen sind u.a. Hilarion Petzold, Cornelia Wustmann, Gerald Koller, Margret Rasfeld, Jürgen Einwanger, Martin Dworak, Martin Krakhofer, Sabine Hattinger-Allende, Martina Piok, Manuela Synek, Clemens Sedmak

Programm und Anmeldung: http://kinderjugendgesundheit.at/liga_jahrestagungen_oktober_2014.php?id=210

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